hn/.Künstlerische Frauenpower aus dem Dreiländereck präsentiert sich vom 03.Oktober in der Alten Post. Dort bekommt der Besucher bis zum 12. Oktober ein breites Spektrum verschiedener Skulpturen und Bildern zu sehen, die Roswitha Niedanowski (D-Buggingen) geschaffen hat.
Kunst ist so vielseitig, dass es Schade wäre, sich mit einer Ausdrucksform einzuschränken.
"Alles fließt, ist in Bewegung, bedingt und beeinflußt sich gegenseitig; nichts geht verloren.“
Dieser Satz ist Grundlage für den meditativen Arbeitsprozeß, in dem ihre Skulpturen entstehen. Es ist ein ständiges hineinhorchen in den Stein und in sich, eine direkte Auseinandersetzung mit dem Material, seiner Härte, Sprödigkeit, Struktur. Durch Reflexion von gesehenem, erlebten, erdachtem, erträumtem geschieht die Transformation zur Form.So entstehen gegenständliche aber auch ungegenständliche Skulpturen, teils archaische Frauengestalten, Kraftwesen.Studienaufenthalte
brachten sie nach Kreta (M.Petritis)Volterra (R.Chiti-L.Giglioli) Carrara (A.Danesi)
CasaleMarttimo(MTrenta) sowie nach Paris Florenz und Rom.
Die schwergewichtigen Rohlinge betrachtet sie als lebendiges Gegenüber, dessen Seele sie mit Hammer, Meißel in expressiver Weise herausarbeitet.
Gegenständliches wie Abstraktes entsteht dabei, "das eine kann ohne das andere nicht sein" , ist sie überzeugt. Ob schlanker Torso, Tierfigur, geometrische organische Form, immer folgt das Geschaffene einem Konzept. Selbst dort, wo die Skulpturistin mit dem Beinamen "Markgräfler Urgestein" mit flüssigem Glas arbeitet, das als farbiger Überlauf Akzente auf einem Marmorblock setzt und ihr, bevor das Glas erstarrt, zu seiner Formung gerade mal zwei Minuten Zeit bleiben.Zuweilen erscheint auch Holz als Material, am liebsten aber arbeitet Roswitha Niedanowski mit Alabaster, diesem in Farbe und Maserung außerordentlich vielfältigen Ge-stein,welches zur großen Muscheloder stolzen Katze gemeißelt, so sehr zu faszinieren weiß. Granite in ihrem Artenreichtum sind die derzeitigen favorisierten Materialien der Künstlerin.